Actions on Google

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Unter dem Begriff “Actions on Google” versteht man einen von Google entwickelten Service, mit dessen Hilfe Entwickler selbst entwickelte Dienste mit dem Google Assistant verknüpfen können. Sobald der Drittanbieter Dienst von Google getestet, genehmigt und zur Publizierung freigegeben wurde, kann dieser auf Google Assistant kompatiblen Geräten abgerufen werden. Actions on Google ist demnach äquivalent zu Amazon Skills, allerdings können nur Google Assistant fähigen Geräte bedient werden.

Auf welchen Geräten kann eine Action abgerufen werden?

Einerseits können die publizierten Actions über die von Google entwickelten smarten Lautsprecher Google Home und Google Home Mini abrufen werden. Andererseits sind sie auch auf Google Assistant kompatiblen Smartphones oder Tablets verfügbar. Google bedient mit Google Assistant sowohl Android als auch iOS Devices. Bei Geräten, welche das Betriebssystem Android verwenden, ist der Google Assistant vollumfänglich integriert und kann jederzeit vom Benutzer aktiviert werden. Bei iOS Nutzern muss eine separat Google Assistant App heruntergeladen werden.

Wie kann eine publizierte Action abgerufen werden?

Damit Anwender die publizierte Action aufrufen können, müssen der Action innerhalb der Google Actions Developers Console sogenannte “Invocation Phrases” hinterlegt werden. Dies sind Befehle, mit welchen der Benutzer dem Assistant mitteilt, eine bestimmte Action zu öffnen. Der Action können hierbei bis zu 5 Beispielsätze hinterlegt werden. Exemplarisch könnte ein Aufruf wie folgt aussehen:

  • “Ok Google, mit BOTfriends sprechen”

Wie kann eine publizierte Action mit Restriktionen versehen werden? 

Der Entwickler einer Google Action verfügt bei der Veröffentlichung seiner Action über verschiedene Möglichkeiten für Restriktionen. Einerseits kann bei der Publizierung darüber bestimmt werden, in welchen Sprachen die Action verfügbar sein soll (Stand 21.06.2019: 19 kompatible Sprachen). Zum anderen können gerätespezifische Restriktionen eingerichtet werden. Hierzu müssen innerhalb der Google Actions Developer Console folgende Fragen beantwortet werden:

  • Benötigt Ihre Action eine Audioausgabe?
  • Benötigt Ihre Action eine Bildschirmausgabe?
  • Benötigt Ihre Action eine Medienwiedergabe?
  • Benötigt Ihre Action einen Webbrowser?

Je nach Beantwortung der Fragen, werden bestimmte Geräte zugelassen oder ausgeschlossen. Wird beispielsweise ausgewählt, dass eine Bildschirmausgabe unerlässlich ist, wird die Action automatisch für den Google Home und Google Home Mini ausgeschlossen und ist daher auf diesen Devices nicht für den Nutzer abrufbar. Innerhalb der Google Actions Developer Console wird sofort nach Beantwortung der Frage tabellarisch dargestellt, welche Geräte inkludiert bzw. ausgeschossen wurden.

Wie kann eine Google Action entwickelt werden?

Google selbst beschreibt zwei Implementierungsmöglichkeiten. Die erste und einfache Variante ist eine direkte Integration über Google Dialogflow. Nach der Konzeption und Erstellung eines Voice Assistants innerhalb von Dialogflow, kann dieser ohne “Entwickler Know-How” direkt über den Integration Reiter von Dialogflow publiziert werden. Dies ist vor allem dann eine plausible Variante, falls als Natural Language Understanding (NLU) Service sowieso Dialogflow im Einsatz ist. Eine weitere Integrationsmöglichkeit wird Entwicklern über das Google Actions SDK eingeräumt. Hier stellt Google Client-Libraries zur Erstellung von Google Actions zur Verfügung. Diese sind für verschiedene Programmiersprachen verfügbar. Diese Variante macht primär dann Sinn, falls serverseitig eine volle Kontrolle über die Interaktion zwischen Google Action App und User gewährleistet werden soll. Des Weiteren ist diese Variante unumgänglich, falls als NLU Service auf eine andere Technologie wie Dialogflow vertraut wird.

 

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